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Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Auftraggebern und der Straßen- und Tiefbau-Innung Köln-Bonn

 

Nach § 54 Abs. 1 Ziff. 8 des Gesetzes zur Ordnung des Handwerks (HWO) haben die Innungen über Angelegenheiten der in ihr vertretenen Handwerke den Behörden Gutachten und Auskünfte zu erstatten.

Diesem gesetzlichen Auftrag kommen wir gerne nach. Wir verbinden damit auch das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Auftraggebern und den Straßen- und Tiefbaubetrieben im Interesse einer hohen Ausführungsqualität zu verbessern.

 

Zum Straßenbauerhandwerk gehören

 
·        das Herstellen von Erdbauwerken, Baugruben und Gräben,
 
·        die Herstellung und Sanierung von Ver- und Entsorgungsleitungen sowie deren Verlegung,
 
·        die Herstellung von Verkehrsflächen an Straßen, Fuß- und Radwegen sowie Plätzen,
 
·        die Maßnahmen des Gleisbaus, insbesondere des Gleisunter- und oberbaus,
 
·        die Entwässerung von Bauwerken, Grundstücken und Verkehrsflächen,
 
·        den Park-, Sport- und Spielplatzbau, insbesondere unter Berücksichtigung von Entwässerung, Begrünung und der Verwendung von Spezialbelägen,
 
·        Wasserbautechnische Maßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung von Landschaft und Umgebungsbebauung sowie der Renaturierung.
 
 

Fremdüberwachung im Kanalbau

Im Jahr 2010 haben sich die Gremien der Straßen- und Tiefbau-Innung Köln-Bonn intensiv mit der Fremdüberwachung im Kanalbau auseinandergesetzt. Das Hauptziel bestand darin, auch im Bereich unserer Innung die Fremdüberwachung einem Wettbewerb zu unterwerfen.

Heute bieten neben der Gütegemeinschaft Kanalbau der TÜV Rheinland als auch die Zertifizierung Bau e.V. eine Fremdüberwachung im Kanalbau an.

Die Fremdüberwachung der Zertifizierung Bau e.V. entspricht bezüglich der durch die fremdüberwachten Unternehmen zu erfüllenden Anforderungen in vollem Umfang den Forderungen der RAL-GZ 961. Unterschiede zwischen der Zertifizierung Bau e.V. und der Gütegemeinschaft Kanalbau bestehen ausschließlich in formaler Hinsicht. So erfolgt die Beauftragung der Prüfingenieure der Zertifizierung Bau e.V. nicht durch den Güteausschuss der Gütegemeinschaft Kanalbau, sondern durch die Zertifizierung Bau e.V. selbst. Die geforderten Unterlagen werden bei Prüfung der Zertifizierung Bau e.V. nicht dem Güteausschuss der Gütegemeinschaft Kanalbau vorgelegt, sondern entsprechend den für Zertifizierungsstellen maßgebenden Verfahrensabläufen (DIN EN ISO 45012) bewertet.

Über die Zertifizierung Bau e.V. kann sowohl eine Dauer- als auch eine baustellenbezogene Fremdüberwachung durchgeführt werden. 

 

Bergische Erddeponiebetriebe GmbH

und

Rhein-Sieg-Erddeponiebetriebe GmbH

 

Um die schwierige Deponiesituation bei der Lagerung von Erdaushub im Oberbergischen- und Rheinisch-Bergischen Kreis zu lösen, haben unter der Federführung unserer Innung vor einigen Jahren 14 Mitgliedsbetriebe gemeinsam mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband bzw. der AVEA die Bergische Erddeponiebetriebe GmbH gegründet, deren Ziel der Betrieb von Erddeponien ist. Inzwischen konnten im Oberbergischen Kreis flächendeckend ausreichend Erddeponien zur Verfügung gestellt werden. Im Rheinisch-Bergischen Kreis bemühen wir uns zurzeit um eine weitere Erddeponie.

Der große Vorteil dieses Gemeinschaftsunternehmens ist, dass die Straßen- und Tiefbaubetriebe als Lieferant von Erdaushub auf Preisebene in die Deponiepolitik eingebunden sind.

 

Dieses erfolgreiche Modell wurde nach der Fusion der Straßen- und Tiefbau-Innung Bonn mit der Straßen- und Tiefbau-Innung Köln auch auf den Rhein-Sieg-Kreis übertragen. Dort haben 15 Straßen- und Tiefbaubetriebe gemeinsam mit der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH die RSEB (Rhein-Sieg-Erddeponie-Betriebe GmbH) gegründet. Auch diese Gesellschaft sieht ihr Ziel darin, flächendeckende Entsorgungssicherheit für den anfallenden Erdaushub, vor allen Dingen im rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, zu schaffen.

 
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